ERMES 2016

ERMES (2016-2018)

Entwicklung der Ressource – Monitoring des Eintrags von Spurenstoffen in das Grundwasser des Oberrheingrabens

Entwicklung der Grundwasserqualität im Oberrheingraben von Basel bis Mainz-Wiesbaden und Empfehlungen zur Reduktion historischer und neuartiger anthropogener Schadstoffe.

Die Laufzeit des Projekts erstreckt sich von Januar 2016 bis Dezember 2018.

Es fällt unter das spezifische Ziel „Verbesserung der Qualität der Ökosystemdienstleistungen am Oberrhein“ des europäischen Programms INTERREG V und schließt sich an die von der Région Alsace seit 1992 durchgeführten Bestandsaufnahmen der Grundwasserqualität im Elsass und im grenzüberschreitenden Raum an.

Kontext

Der Oberrheingraben ist einer der bedeutendsten Grundwasserspeicher in Europa.

Der Grundwasserspeicher des Oberrheingrabens erstreckt sich über fast 300 km von Basel bis Mainz/Wiesbaden.

Der Grundwasserspeicher des Oberrheingrabens erstreckt sich über fast
300 km von Basel bis Mainz/Wiesbaden.
Quelle: APRONA

 

Grundwasserkörper
Eckdaten

Durchschn. West-Ost-Ausdehnung :                     40 km (30 km zw. Vogesen und Schwarzwald)
Durchschn. Mächtigkeit :                                            80 m
Tiefe :                                                                                    einige Meter bis über 220 m
Fläche :                                                                                 2 800 km²
Volumen :                                                                            ca. 35 Mrd. m³
Fließgeschwindigkeit :                                                  1 bis 2 m/Tag in Süd-Nordrichtung– in bestimmten Abschnitten 
                                                                                                 Beschleunigung bis zu 50 m/Tag

 

Das Grundwasser des Oberrheingrabens ist eine gemeinsame Ressource des Elsass auf französischem Staatsgebiet, der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen und der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft im Nordwesten der Schweiz. 

Die nachstehende Karte zeigt die natürlichen Grenzen des oberrheinischen Grundwasserkörpers in den drei betroffenen Ländern.



 

Hydrosystem
Hydrosystem (Quelle: APRONA, 2014)

Der Oberrheingraben ist einer der größten Grundwasserspeicher Europas und als natürliche Ressource für die wirtschaftliche Entwicklung der Region von großer Bedeutung. Ihre Versorgung mit Trink-, Bewässerungs- und Brauchwasser hängt wesentlich von diesem Wasservorrat ab.

Aufgrund des Fehlens einer schützenden Deckschicht und des geringen Flurabstands in diesem grenzüberschreitenden Raum ist die Ressource besonders anfällig gegenüber anthropogenen Schadstoffbelastungen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Grundwasserqualität aufgrund zahlreicher diffuser und/oder punktueller Belastungen durch Industrie, Landwirtschaft und Haushalte bzw. Belastungen der Oberflächenwasser, die in das Grundwasser eindringen, verschlechtert.

Seit einiger Zeit rücken die Erfordernisse des Grundwasserschutzes und die Notwendigkeit einer Veränderung der individuellen und gemeinsamen Verhaltensweisen im gesamten Gebiet des Oberrheins zunehmend ins Bewusstsein. Die Einbeziehung der fachlichen und finanziellen Partner im grenzüberschreitenden Raum für die Umsetzung neuer Lösungsansätze ist eine Grundvoraussetzung für den Erfolg des Projekts.

 

Die Projektphasen

Das Projekt umfasst mehrere Phasen:

  1. Vorbereitung : Festlegung der zu untersuchenden Parameter und Organisation der Mess- und Analysekampagnen ;
  2. Datenerhebung : Umrechnung und Aufnahme der grenzüberschreitenden Ergebnisse in die gemeinsame Datenbank ;
  3. Auswertung : statistische Berechnung und kartografische Darstellung der Ergebnisse ; 
  4. Interpretation : Bestandsaufnahme und Untersuchung der Entwicklung der Schadstoffbelastung bei den Partnern ;
  5. Maßnahmenvorschläge: Entwicklung und Vorschlag von Maßnahmen zur Bewahrung und Wiederherstellung der Grundwasserqualität des Oberrheingrabens.

Die Umsetzung des Projekts erfordert eine umfassende Abstimmung der von den Partnern angewandten Methoden, insbesondere hinsichtlich der Auswahl der gemeinsamen Parameter und der Gestaltung des Messnetzes für den Projektteil „neuartige Spurenstoffe“ (Medikamentenrückstände, neue Pflanzenschutzmittel und Abbauprodukte, per- und polyfluorierte Chemikalien [PFC], Süßstoffe u.a.).

 

Ergebnisse

 

Inhalt: Analyseergebnisse und Interpretationen; Gemeinsame Methode; Maßnahmen zur Eindämmung der Belastungen.

 

Inhalt: Wichtigste Ergebnisse und Interpretationen; Auswahl von Maßnahmen zur Eindämmung der Belastungen.

 

  • ROLL-UPS

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Grundsätze des Projekts
Qualität der Ressource im Hinblick auf die gemeinsamen Trinkwasserstandards
Nitrat + Pflanzenschutzmittel
Per- und polyfluorierte Verbindungen + Pharmazeutische Substanzen

 

  •  KARTEN

Karte 1: Hintergrund – Geografische Regionen

Karte 17: LHKW – Trichlorethen und Tetrachlorethen

Karte 2: Hintergrund – Flächennutzung

Karte 18: Pestizide und Metaboliten – 41 Substanzen, die bei mindestens drei Partnern vorkommen

Karte 3: Hintergrund – Einleitungen aus Kläranlagen

Karte 19: Pestizide und Metaboliten – 23 neu auftretende Pestizidmetaboliten

Karte 4: Hintergrund – Gemeinsame Messpunkte der letzten drei grenzüberschreitenden Kampagnen

Karte 20: Pestizide und Metaboliten – Atrazin und drei seiner Metaboliten: Desethylatrazin (DEA), Deisopropylatrazin (DIA) und Desethyl-Deisopropylatrazin (DEDIA)

Karte 5: Stickstoffverbindungen – Nitrat

Karte 21: pharmazeutische Substanzen – Summe der Substanzen

Karte 6: Stickstoffverbindungen – Nitrate – Flächenkarte nach der „Expertenmeinung“-Methode

Karte 22: Modellierung der Grundwassertiefe im Hessischen Ried

Karte 7: Stickstoffverbindungen – Nitrate – Flächenkarte nach der SIMIK+-Methode

Karte 23: PFC – Summe der Konzentrationen

Karte 8: Stickstoffverbindungen – Ammonium

Karte 24: PFC mit Leitwert – Summe der Quotienten pro Stoff (Wert/Leitwert)

Karte 9: Stickstoffverbindungen – Nitrite

Karte 25: Lebensmittelzusatzstoffe – Quantifizierte Stoffe

Karte 10: Chlorid

Karte 26: Indikatoren für die Verschmutzung durch Haushaltsabfälle – Acesulfam und Carbamazepin

Karte 11: Chlorid – Flächenkarte nach der „Expertenmeinung“-Methode

Carte 27 : Perchlorat

Karte 12: Geochemischer Hintergrund – Mangan

Karte 28: Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA)

Karte 13: Geochemischer Hintergrund – Eisen

Karte 29: Triazole – Summe der Konzentrationen

Karte 13: Geochemischer Hintergrund – Arsen

Karte 30: Qualität der Ressource im Hinblick auf die gemeinsamen Trinkwasserkriterien

Karte 13: Geochemischer Hintergrund – Uran

Karte 31: Qualität der Ressource im Hinblick auf die gemeinsamen Trinkwasserkriterien und die deutschen gesundheitsrechtlichen Leitlinien (GOW und LW)

Karte 16: Orthophosphat

 

 
  • Präsentationsunterlagen – Abschlussseminar

Allgemeiner Überblick über die Grundwasserqualität im Oberrheingebiet
Baptiste REY (APRONA), Harald RÜCKERT (HLNUG)
Vertiefung der Arbeiten zu Pestiziden und neu auftretenden StoffenMiguel NICOLAI (AeRM)
Aktualisierung der grenzüberschreitenden Indikatoren - Margarete FINCK (LTZ)

Projektbeteiligten

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Technische und Finanzielle Partner

  • Interreg Oberrhein Rhin Supérieur

Deutschland

LU Baden-Württemberg
Hessisches LNUG
Landesamt Für Umwelt - Rheinland-Pfalz
Struktur und Genehmigungsdirektion - Rheinland-Pfalz

Frankreich

BRGM
Aprona
Agence de l'eau Rhin-Meuse
DREAL
Région Grand Est

Schweiz

AUE Kantone Basel-Stadt
AUE Kantone Basel-Landschaft